Die Bilder des Elften September und danach
Die Bilder des Elften September und danach
Bildrhetorik & religiöse Bilderwelt zwischen den Twin Towers und dem getöteten Osama Bin Laden
Die Bilder vom 11. September 2001 haben sich in das kollektive Gedächtnis unserer Zeit eingebrannt. Wenige Tage nach den Angriffen fielen in einer Pressekonferenz mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen die verstörenden Worte vom „größte(n) Kunstwerk, das es je gegeben hat“. So befremdlich die Worte Stockhausens damals angesichts dieses Verbrechens zu Recht wirkten, so punktgenau hatte er doch das Wesen und die zynische Kälte des Terrors erfasst: verstörende Bilder in die Welt zu setzen und pandemischen Schrecken zu erzeugen.
Der 25. Jahrestag 2026 soll Gelegenheit geben, einen Aspekt der Anschläge in den Blick zu nehmen: Die Bilder und die religiöse Bilderwelt, aus der zunächst die Terroristen und später auch die US-amerikanische Politik schöpften. Denn so, wie die Anschlagsziele und Bilder des Elften September einer bestimmten Dramaturgie folgten und einer bestimmten religiösen Bildrhetorik entstammen, so bediente sich auch die Bush-Administration einer entsprechenden Bildwelt und religiösen Rhetorik, um ihre Interventionen in Afghanistan und später im Irak zu begründen. In deutlichem Kontrast hierzu steht die Quasi-Nichtinszenierung des Einsatzes gegen Osama Bin Laden 2011 in Pakistan. Ein Vergleich dreier Bildwelten und (religiöser) Argumentationsmuster.
Termin: Mittwoch, 24.06.26, 17.30-19.00 Uhr
Ort: Evangelische Akademie im Saarland
Referent: Oliver Weidermann, Ev. Akademie
Kosten: ohne
Anmeldung: bis spätestens Montagvormittag.
Wiederholung des Vortrags:
Termin: Mittwoch, 09.09.26, 17.30-19.00 Uhr
Ort: Ludwigskirche, Saarbrücken
Referent: Oliver Weidermann, Ev. Akademie
Kosten: ohne, ohne Anmeldung.